Einen Mond lang
in deinen Mokassins

10 Fragen an Menschen mit Behinderungen

Billy Tang
Nina Wortmann
Christian Tiffert
Dörte Maack
Aislu Assan

„Wenn du

nicht 1.000 Meilen in den Mokassins des anderen gegangen bist, hast du kein Recht, über ihn zu urteilen.“ – So lautet ein bekanntes Indianersprichwort. Aber was, wenn wir am Leben anderer Anteil nehmen und von ihren Erfahrungen lernen können – das ist das Prinzip der internationalen Kampagne IN YOUR MOCCASSINS. Ziel des Projektes ist zu zeigen, wie Resilienz aus der Bewältigung tiefreifender Veränderungen wie einer Behinderung entstehen kann. Das Projekt wurde auf internationaler Ebene von Janina Urussowa, Dr. soc., initiiert.

9 Menschen

berichten, wie sie mit einer ihrer größten Herausforderung umgegangen sind – dem Leben mit einer Behinderung. Darunter sind das Model und Mutter Nina Wortmann, die kasachische Journalistin Aislu Assan, die Moderatorin Dörthe Maack und die russische Aktivistin und Google-Managerin Evgenija Voskoboinikova sowie der russischer Unternehmer Roman Aranin. Schauspieler Samuel Koch wird die Interviewreihe nächstes Jahr komplettieren. Sie benennen hilfreiche Strategien im Umgang mit Unsicherheit und Krisen. Die Unsicherheit und die Frage „Wie geht es weiter?“ teilen in der Corona-Pandemie viele Menschen – ob behindert oder nicht. Die Interviewserie „IN YOUR MOCCASINS“ macht erfahrbar, wie sich Krisen als Chancen begreifen lassen – und was wir von Menschen mit Behinderungen lernen können.

Initiatorin

Initiiert wurde das Projekt von
Janina Urussowa, Dr. soc.

Initiiert wurde das Projekt von <br><b>Janina Urussowa, Dr. soc.</b>

Die Russische Sozialwissenschaftlerin Dr. Janina Urussowa ist Expertin für die Inklusion von Menschen mit Behinderung und Sozialunternehmerin. Sie versteht sich als Mediatorin im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Kunden mit Behinderung, Kreativen und Medien.

Für ihre Arbeit wurde sie u.a. nominiert für The Moscow Times Awards, E&Y Business Woman Awards und zählt zu den 100. einflussreichsten Menschen in Russland im Jahr 2018.

Seit 2007 beschäftigt sich Janina Urussowa mit dem Thema „Behinderung“ – unter einem ganz neuen Aspekt, nämlich als ein kulturanthropologisches Phänomen und soziales Konstrukt. Das führte zu einem Verständnis von „Behinderung“ als Innovationstreiber für die Wirtschaft. Im selben Jahr gründete sie ein Social Entrepreneurship in Moskau, das sich mit dem Themenkomplex Behinderung-Kultur-Fashion-Gesellschaft-Arbeitswelt befasst.

„Vor unseren Augen wird das soziale Konstrukt von „Behinderung“ durch eine wirtschaftsrelevante Dimension abgelöst“, sagt sie. Menschen mit Behinderung werden zu gleichwertigen Kunden, Nutzern und Mitarbeitern. Damit sind neue Herangehensweisen gefragt, um die neuen Sachverhalte und Herausforderungen zu kommunizieren. „Aus den bekannten Instrumenten aus Unternehmensstrategie, Marketing und Kulturwissenschaft habe ich ein Konzept des Re-Branding von Behinderung erarbeitet. Das erlaubt mir, die mit Stereotypen behaftete Wahrnehmung und Behandlung von Menschen mit Behinderung mittels Kunst, Media, Mode und Design zu ändern und sie als gleichberechtigte Akteure in die wirtschaftlichen Prozesse zu involvieren.“

Behinderung kennt keine Grenzen. Janina Urussuwa selbst ist international unterwegs und in zwei Ländern beheimatet. Nach dem Studium an der Moskauer Architekturhochschule, promovierte Janina Urussowa 1997 am Ludwig-Uhland Institut für empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen. „Seit 30 Jahren bin ich in Russland und Deutschland zuhause, seit 20 Jahren arbeitete ich für globale Unternehmen wie Daimler und Siemens, seit über 10 Jahren bin ich ein Teil der Internationalen Bewegung für adaptive Mode und Mitglied von Rotary International, einer internationalen Community von Menschen, die die Welt verändern wollen.“ Aus dieser Perspektive werden auch ihre Projekte grenzübergreifend gedacht und realisiert.

Janina Urussowa ist zudem Partner von The Valuable 500, einer globalen Business-to-Business-Initiative, die den Einfluss großer globaler Unternehmen katalysiert. Sie wurde auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar 2019 ins Leben gerufen und zählt inzwischen Hunderte der größten Unternehmen zu ihren Unterstützern.

Sponsoren

 The Foundation "Our Future"
Friedrich-Ebert-Stiftung
Beeline
Boehringer Ingelheim
UnternehmensForum

Partner

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